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Der Leistenbruch

Was ist ein Leistenbruch?

Bei einem Leistenbruch handelt es sich um eine Schwäche oder Lücke der Bauchwand, durch die Anteile des Bauchinnenraumes mit Bauchfell nach außen treten.

Der Leistenbruch besteht aus 3 Anteilen:

  • Bruchpforte : Lücke der Bauchwand
  • Bruchsack: das durch die Bruchpforte ausgestülpte Bauchfell
  • Bruchinhalt: Anteile von Bauchorganen, die in den Bruchsack gerutscht sind, z.B. Darm, großes Netz.

Wie entsteht ein Leistenbruch?

Ein Leistenbruch kann in jedem Lebensalter auftreten vom Säugling bis zum älteren Menschen. Es kann angeboren oder im späteren Leben erworben sein.

Ein angeborener Leistenbruch

entsteht bereits im Mutterleib. Während der Schwangerschaft werden beim Fötus die Hoden in Höhe der Nieren angelegt und wandern während der 40 Schwangerschafswochen langsam nach unten, bis sie zum Zeitpunkt der Entbindung ihre Position im Hodensack erreicht haben. Der Weg, den sie entlang gewandert sind, verklebt anschließend.
Wenn dieser Prozess ausbleibt, der Weg also offen bleibt, ist bereits bei Geburt ein Leistenbruch vorhanden, auch wenn er erst in den ersten Lebensjahren auffällig wird. Bei Kindern fällt oft zunächst ein Wasserbruch auf. Dies ist im Prinzip auch ein Leistenbruch, nur ist die Lücke der Bauchdecke so klein, dass aus dem Bauchraum nur Wasser austritt und noch keine Bauchorgane.

Ein erworbener Leistenbruch

ist eine Erkrankung des Erwachsenen. Hier liegt eine Schwäche der Bauchwand vor. Ursachen können eine Druckerhöhung im Bauchinnenraum sein. Dies passiert u.a. beim schweren Heben, beim Husten, beim erschwerten Wasserlassen, bei Verstopfung und auch in der Schwangerschaft.
Die Leiste hat eine anatomische Schwachstelle. Dies ist eine kleine natürliche Öffnung, durch die die Blutgefäße und der Samenstrang nach außen ziehen. Bei der Frau ist dies das runde Mutterband. Wenn auf diese Schwachstelle Druck ausgeübt wird, kann sie langsam größer werden und es entsteht aus einer kleinen natürliche Öffnung eine Bruchpforte, ein Leistenbruch.

Geschichte des Leistenbruches

Leistenhernien ( griech. Hernios = Knospe) wurden erstmals auf einem ägyptischen Papyrus 1500 v. Chr. erwähnt und mit einer eng anliegenden Bandage behandelt. Erste Berichte über operative Verfahren datieren von 25 n. Chr..

Die moderne Hernienchirurgie begann mit Bassini, Padua 1887. Er beschrieb das heute noch grundlegend gültige Prinzip der Bruchsackabtragung und Verstärkung der Leistenkanalhinterwand. Lange blieb diese Methode der Standard der Hernienchirurgie und hat z.T. heute noch seine Anwendung und Berechtigung.

Abgelöst wurde der Standard durch die Operation nach Shouldice. 1945 entwickelte er die Technik weiter, indem er zusätzlich eine Doppelung der Fascia transversalis zur stärkeren Stabilisierung der Leistenkanalhinterwand mit einem speziellen Nahtmaterial durchführte. Diese Methode galt lange bis heute als der Goldstandard der Leistenbruchchirurgie. An diesen Ergebnissen müssen sich alle anderen Operationsverfahren messen lassen.

Weiterentwickelt hat sich die Hernienchirurgie durch den Einsatz und die immer weiter fortschreitende Entwicklung von Kunststoffmaterialien, die das körpereigene Gewebe stärken und unterstützen sollen.

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